Kasachstan - Der Klassenprimus

Baiterek in Astana, Foto: Edda Schlager

Kasachstan ist das größte der fünf zentralasiatischen Länder - und mehr als 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die wirtschaftliche Lokomotive der Region. Es verfügt nicht nur über große Vorkommen an Öl und Gas, sondern auch über Uran, Eisenerz, Kohle, Kupfer, Zink oder Gold.

Durch frühe Reformen in den 1990er Jahren hat die Regierung um Präsident Nursultan Nasarbajew, der seit 1991 im Amt ist, den Grundstein gelegt für die heutige wirtschaftliche Performance des Landes. Nach der weltweiten Wirtschaftskrise 2008 erholte sichKasachstan relativ schnell wieder. Der anhaltend niedrige Ölpreis und die engen wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland durch die Eurasische Wirtschaftsunion haben vor allem Kasachstans Währung unter Druck gebracht. Eine deutliche Währungsabwertung und die damit gesunkene Kaufkraft sowie Defizite im Staatshaushalt sind die derzeitigen beherrschenden Probleme ds Landes.

Kasachstan zeichnet sich seit der Unabhängigkeit durch große Offenheit gegenüber internationalen Investoren und eine ausgeglichene Multivektorpolitik gegenüber Weltmächten wie den USA, Russland, Europa und China aus.

Größte Herausforderungen:

Diversifizierung der Wirtschaft zur Verringerung der Rohstoffabhängigkeit; Umschuldungen im Bankensektor, Ausgleichen des defizitären Staatshaushalts

Eckdaten Kasachstan

Fläche: 2.724.900 km²

Einwohner: 17,9 Mio (2016)

Hauptstadt: Astana

Präsident: Nursultan Nasarbajew

Währung: Tenge, KZT

Internet-TLD: .kz

Landesvorwahl: +7

Wirtschaftliche Kennzahlen