Tadschikistan - Blick nach Afghanistan und Iran

Wichtige Energiequelle in Tadschikistan -Nurek-Staudamm

Tadschikistan ist das kleinste Land Zentralasiens - und das ärmste. Man leide immer noch unter den Folgen des Bürgerkriegs, der nach der Unabhängigkeitserklärung 1991 ausbrach und bis 1997 dauerte, heißt es bis heute bei offiziellen Stellen.

Doch das zu 90 Prozent aus Hochgebirgsregionen bestehende Land ohne eschlossene mineralische Ressourcen und mit einer kaum entwickelten Infrastruktur hat tatsächlich auch aktuelle Probleme, die eine wirtschaftliche Entwicklung bremsen.

Die einzig relevanten Industrie-Unternehmen des überwiegend landwirtschaftlich geprägten Landes sind der Aluminium-Produzent TALCO und einige Textilbetriebe im Norden des Landes. Von den mehr als acht Millionen Einwohnern arbeiten mehr als zwei Millionen als Gastarbeiter in Russland oder Kasachstan. Bis zur Wirtschaftskrise in Russland machten ihre Überweisungen rund 50 Prozent des tadschikischen Bruttoinlandsprodukts aus. Im Jahr 2015 sanken Rücküberweisungen um ein Drittel - mit erheblichen Folgen für die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes.

Wichtigster strategischer Partner Tadschikistans ist nach wie vor Russland, doch der einzige Nicht-Turk-Staat der ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien orientiert sich zunehmend auch nach China, Iran und Afghanistan. Vom Wiederaufbau Afghanistans erhofft sich Tadschikistan auch Impulse für die eigene Entwicklung.

Größte Herausforderungen:

Brain Drain, Entwicklung der Infrastruktur als Basis für weitere wirtschaftliche Entwicklungen

Eckdaten Tadschikistan

Fläche: 143.100 km²

Einwohner: 8,6 Mio (2015)

Hauptstadt: Duschanbe

Präsident: Emomali Rahmon (seit 1994)

Währung: Somoni, TJS

Internet-TLD: .tj

Landesvorwahl: +992

Wirtschaftliche Kennzahlen