Aschgabat ist für Ausländer die teuerste Stadt der Welt

Turkmenistan
21.12.18 Turkmenistan, Außenwirtschaft

(eca international) - Aschgabat ist in diesem Jahr für dort lebende Ausländer zur teuersten Stadt der Welt aufgestiegen. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht, den der Datenanalyst ECA International Mitte Dezember vorgelegt hat.

Im vergangenen Jahr hatte die turkmenische Hauptstadt bei den Lebenshaltungskosten noch Platz 146 von rund 450 untersuchten Orten weltweit belegt. Grund für diese Veränderung sind laut Lee Quane, Direktor von ECA International für den asiatischen Raum, der Absturz des Schwarzmarkt-Wechselkurses sowie der Mangel an Fremdwährungen in Turkmenistan. Dies habe die Inflation steigen lassen und in den letzten 12 Monaten zu einem deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise geführt. Weil Waren und Fremdwährungen in Aschgabat so schwer zu bekommen seien, hätten diese sich enorm verteuert, so Quane.

Die Top Ten in der Rangliste belegen folgende Städte: Aschgabat, Genf, Zürich, Basel, Bern, Hongkong, Seoul, Tokio, Oslo und Stavanger.

ECA International erhebt die Lebenshaltungskosten jeweils im März und September mit einem Warenkorb aus Waren des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen, die üblicherweise von Ausländern gekauft werden.

Die Lebenshaltungsindizes werden basierend auf einer Kundenbefragung zu Preisen für Lebensmittel, Haushaltswaren, Freizeitartikel, allgemeine Dienstleistungen, Unterhaltungsdienstleistungen, Kleidung, Alkohol und Tabak erstellt. Mietkosten, Nebenkosten (Strom, Gas und Wasser), Autokäufe oder Schulgebühren sind nicht enthalten.