Deutschland erwägt Beteiligung am Bau des Wasserkraftwerks Sebzor in Tadschikistan

TadschikistanDeutschland
27.11.18 Energie, Entwicklungszusammenarbeit, Tadschikistan, Deutschland

(avesta) – Am 26. November haben in Duschanbe  die Regierungsverhandlung zur Entwicklungszusammenarbeit zwischen Tadschikistan und Deutschlands stattgefunden.

Die deutsche Delegation wurde von der Leiterin der Abteilung Zentralasien, Ostasien, Laos und Kambodscha des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Kathrin Oellers, geleitet.

Der tadschikischen Delegation stand laut dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung der stellvertretende Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Handel, Tojiddin Jurazoda, vor.

Oellers, die die Gespräche eröffnete, wies auf die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tadschikistan im wirtschaftlichen Bereich hin und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Regierungsverhandlungen die Zusammenarbeit beider Länder weiter verstärken würden.

Die Teilnehmer der Sitzung diskutierten die aktuellen Beziehungen und die Vorbereitung der Regierungsverhandlungen für die Zweijahresperiode von 2018 bis 2020, die 2020 in Berlin stattfinden sollen.

Beide Seiten bekannten sich zur Hauptausrichtung der bilateralen Zusammenarbeit zur Erreichung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung.

Deutschland wird Tadschikistan weiterhin bei der Entwicklung in den Bereichen Gesundheitsfürsorge, Mikrofinanzen, Energie, berufliche Bildung und innovative Entwicklung unterstützen.

In den Gesprächen wurden auch Fragen zur Umsetzung von durch die Bundesrepublik Deutschland finanzierten Projekten diskutiert. Dazu gehören die Rehabilitation von Patienten mit Tuberkulose, die Ausstattung der Krankenhäuser mit notwendiger Ausrüstung, der Bau eines Kindertuberkulosekrankenhauses in Machiton, die Verbesserung der medizinischen Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen, die Notfall- und Notfallmedizin, der Bau neuer Schulen in der Region Khatlon und in Rasht sowie die Wiederherstellung der Kommunikationsinfrastruktur.

Eines der Ergebnisse dieser Verhandlungen ist die Einigung beim Thema Energie. Die deutsche Seite stimmte zu, die Möglichkeit einer Beteiligung am Bau des Wasserkraftwerks Sebzor prüfen zu wollen.

Das Wasserkraftwerk soll am Fluss Shokhdara im Bezirk Roshtkala der Autonomen Region Gorno-Badakhshan errichtet werden.

Das Wasserkraftwerk Sebzor soll mit einer Leistung von 10 MW jährlich bis zu 60 Mio. kWh Strom produzieren.