Digitalisierung: Kasachstan will Geschäftseröffnungen aus dem Ausland zulassen

Kasachstan
23.04.18 Informatik, Kasachstan, Geschäftsklima

(vlast.kz) - Kasachstan will Ausländern das Recht ermöglichen, aus dem Ausland Firmen in Kasachstan zu gründen, ohne dass sie sich selbst auf kasachischem Territorium befinden müssen. Das Projekt wird derzeit im Rahmen des staatlichen Programms „Digitales Kasachstan“ entwickelt.

Das kasachische Außenministerium erarbeitet derzeit Möglichkeiten für die das so genannte E-Residenz-Recht, das Grundlage für die neue Regelung sein soll, so Azamat Bukebaev, Leiter der Abteilung für Informationstechnologie beim Außenministerium.

„Der Elektronische Aufenthalt, die so genannte E-Residenz, ermöglicht es, Geschäfte in Kasachstan vom Ausland aus zu betreiben“, so Bukebaev. „Eine Einreiseerlaubnis wird dadurch nicht erteilt, aber es wird ermöglicht, juristische Personen zu registrieren, Steuern zu zahlen und alle anderen Prozesse abzuwickeln, die dazu gehören, wirtschaftliche Aktivitäten in Kasachstan zu betreiben.“

Nach Angaben des kasachischen Außenministeriums werden juristische Personen eine ID-Karte mit biometrischen Daten und einer digitalen Unterschrift erhalten. Zudem soll die Möglichkeit geschaffen werden, Transaktionen zu tätigen und wichtige Dokumente zu unterzeichnen.

Laut Bukebaev will Kasachstan auf diese Art und Weise sein Investitionsklima verbessern.

Ein Pilotprojekt ist in diesem Jahr geplant, bis 2020 soll das Programm vollständig umgesetzt sein. Derzeit erarbeitet das Außenministerium eine Machbarkeitsstudie, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu prüfen.