EBRD und Europäische Union starten KMU-Programm in Tadschikistan

DeutschlandTadschikistan
24.04.18 Banken & Finanzen, Deutschland, Tadschikistan, Berufsbildung & Fachkräfte, KMU

(asiaplus) – Ein im Februar in Kasachstan gestartetes Regionalprogramm der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und der Europäischen Union (EU) wurde Mitte April auf Tadschikistan ausgeweitet.

Das Programm (Regional Small Business Programme, RSBP) ist darauf ausgelegt, Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Tadschikistan, Kasachstan, Kirgistan und Usbekistan zu fördern. Es wird unter Leitung der EBRD durchgeführt und von der Europäischen Union finanziert. Implementiert wird es von der deutschen Unternehmensberatung Internationale Projekt Consult GmbH IPC, die über eine lange Erfahrung in der Umsetzung ähnlicher Projekte in Zentralasien verfügt.

Ziel des Regionalprogramms ist es, Know-how im Bereich der Finanzierung von Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben (IHR) in ganz Zentralasien zu transferieren. Die Auftaktveranstaltung in Duschanbe wurde gemeinsam von der EBRD und der Nationalbank von Tadschikistan organisiert. Zu Gast wareb hochrangige Vertreter der EU, der EBRD, internationaler Organisationen und lokaler Finanzinstitutionen.

In Tadschikistan setzt das KMU-Regionalprogramm bei der Weiterbildung von Mitarbeitern in Finanzinstituten an, die privatwirtschaftliche Projekte finanzieren sollen. Dabei steht der Wissenstransfer mit anderen Finanzinstituten und der Zugang zu Informationen der EBRD in Bezug auf die Region und in Zentralasien nötige Finanzierungsmodelle im Vordergrund.

Eine den teilnehmenden Finanzinstitutionen zur Verfügung gestellte elektronische Plattform soll schrittweise in ein Online-Lernsystem umgewandelt werden und später weiteren Finanzinstituten in Zentralasien zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wird den Mitarbeitern der Finanzinstitute Zugang zu einer regulären Vollzeitausbildung zu verschiedenen Themen rund um KMU ermöglicht.