EU will kirgisischen Staatsbürgern Erhalt von Schengen-Visa erleichtern

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30.11.18 Deutschland, Kirgistan, Visa

(trend) – Der Sonderbeauftragte der Europäischen Union für Zentralasien, Peter Burian, hat Ende November die kirgisische Hauptstadt Bischkek besucht. Dabei traf er den kirgisischen Präsident Sooronbai Jeenbekov und Vertreter der Zivilgesellschaft.

Thema der Gespräche waren die künftigen Beziehungen der Europäischen Union zu Kirgistan. Die EU arbeitet derzeit an einer neuen Zentralasien-Strategie.

Unter anderem kündigte Burian an, dass kirgisische Staatsbürger Schengen-Visa künftig leichter erhalten könnten.

„Die Europäische Union bereitet einen neuen Visakodex vor, der bürokratische Prozesse erleichtern und beseitigen soll“, so Burian.

Gleichzeitig wies er aber darauf hin, dass die Entscheidung über mögliche visafreie Einreisen in die EU unter dem Gesichtspunkt der illegalen Einwanderung sensibel gehandhabt werde. Andererseits sei die Frage der Kommunikation für das gegenseitige Verständnis sehr wichtig. Die Europäische Union wolle in der Zukunft entscheiden, wie der Zugang erleichtert werden könne.

„Wir brauchen aber Migranten“, so Burian. „Unsere Bevölkerung altert, und gut ausgebildete und junge Menschen sind immer willkommen. Aber es ist auch nicht möglich, dass alle Fachkräfte nach Europa ziehen und beispielsweise die Wirtschaft Kirgistans schwächen.“

Auf die Frage von Journalisten, ob Kirgistan jemals ein visafreies Regime mit Europa haben würde, antwortete Burian: „Ich hoffe, dass dies in Zukunft möglich sein wird.“