IWF lobt Fortschritte in Turkmenistan

Turkmenistan
29.03.19 Turkmenistan

(trend) – Eine Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich Ende März in Aschgabat mit Vertretern des turkmenischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer getroffen.

Besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den internationalen Kontakten des Verbandes, der Entwicklung von importsubstituierenden und exportorientierten Industrien, der Höhe der Exporte und Joint Ventures.

Weiteres Thema war die Anlagenbank Rysgal und deren Tätigkeit zur Finanzierung von Projekten. Die Bedeutung privater Körperschaften für die Umsetzung des staatlichen "Konzepts der Entwicklung der digitalen Wirtschaft für den Zeitraum 2019-2025" wurde hervorgehoben.

Die Vertreter des IWF lobten die Entwicklung des nichtstaatlichen Sektors in Turkmenistan und stellten eine positive Dynamik fest, so der Verband. Zu den Projekten, die der Verband in Turkmenistan betreut, gehören der Bau eines Kaliwerks, der Bau der Schnellfahrstraße Aschgabat-Turkmenabad sowie die Erschließung von Exportmöglichkeiten für die Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Gemüse, Geflügel und Fisch. Turkmenistan nimmt in Zentralasien eine Schlüsselposition bei der Erdgasversorgung ein, China und Iran sind die wichtigsten Exportmärkte.

Russland, traditioneller Exportpartner, hat 2016 den Kauf von turkmenischem Gas gestoppt. Vor diesem Hintergrund hatten turkmenische Unternehmer aufgrund von Währungsumrechnungsbeschränkungen Schwierigkeiten. Im März 2018 empfahl der IWF der Regierung Turkmenistans, „die Devisenkontrollen bei Importen und anderen laufenden internationalen Zahlungen zu lockern“. IWF sollte angesichts der Höhe des turkmenischen Außenhandelsdefizits die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen in Betracht gezogen werden, gemeint sind eine Anpassung des Wechselkurses und eine weitere Straffung der Finanz- und Geldpolitik.

Der IWF forderte zudem, Verwaltungsverfahren und -vorschriften zu vereinfachen, die Privatisierung staatseigener Unternehmen beschleunigen, um so mehr ausländische Direktinvestitionen anziehen zu können.

„Die Vereinfachung der Regeln zum Betrieb freier Wirtschaftszonen wird möglicherweise dazu beitragen, neue private Investitionen, einschließlich ausländischer, anzuziehen. Von den daraus resultierenden positiven Erfahrungen kann ganz Turkmenistan profitieren“, so hieß es seitens des IWF.