Kirgistan: Regierung will Abhängigkeit von Kumtor beenden und neue Lagerstätten erschließen

Kirgistan
30.08.18 Bergbau & Metallurgie, Kirgistan

(24.kg) – Bei einem Regierungstreffen am 24. August in Bischkek wurden Möglichkeiten erörtert, wie sich die kirgisische Wirtschaft aus der Abhängigkeit von der Goldmine Kumtor befreien kann.

Dem Leiter des staatlichen Komitees für Industrie, Energie und Mineralressourcen, Ulan Ryskulov, zufolge, könnte Kirgistan in naher Zukunft bis zu zehn große Lagerstätten eröffnen. „Kirgistan wird mehr Einnahmen erhalten und mehr Arbeitsplätze schaffen, als Kumtor bisher bietet.“

Laut Ryskulov würden einige Projekte bereits entwickelt. In Shambes verhindere eine Protestbewegung gegen das Bergbauprojekt bisher den Produktionsstart.

Premierminister Muhammadkali Abylgasiev kritisierte, dass sich der kirgisische Staat seit 26 Jahren nahezu ausschließlich auf die Einnahmen aus dem Projekt Kumtor verlasse. „Wir sprechen ständig über die Lagerstätte, denken aber nicht darüber, was passieren wird, wenn Kumtor schließt.“ Es sei dringend nötig, weitere Lagerstätten zu erschließen.

Zudem sei die Anerkennung des Projekts bei der lokalen Bevölkerung sehr schlecht. Die Arbeitsbedingungen seien schlecht, es gäbe keine staatliche Kontrolle. Dies müsse unbedingt geändert werden, so der Premierminister.