Treffen von Außenministern Zentralasiens und EU-Vertretern in Taschkent

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28.03.18 Deutschland, Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Kirgistan, Regionalpolitik, Außenwirtschaft

(ca-news) – Vom 25. bis 27. März fand in Taschkent eine internationale Konferenz zum Friedensprozess in Afghanistan statt. Im Rahmen der Konferenz kam es auch zu Gesprächen zwischen Vertretern der Europäischen Union und aller zentralasiatischer Staaten, die das Verhältnis der Region und der EU zum Thema hatten.

An dem EU-Treffen waren die Außenminister Usbekistans Abdulaziz Kamilov, Kasachstans Kairat Abdrakhmanov, Kirgistans Erlan Abdyldaev und Tadschikistans Sirodjiddin Aslov sowie der turkmenische Vize-Außenminister Vepa Hajiyev und die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik der EU Federica Mogherini beteiligt.

Die Afghanistan-Konferenz fand auf Initiative des usbekischen Präsident Shavkat Mirziyoyev statt und hatte das Ziel, internationale Strategien zur Befriedung Afghanistans zu entwerfen. An der Konferenz nahmen neben dem afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani, seinem usbekischen Amtskollegen Mirziyoyev und EU-Top-Diplomatin Mogherini Vertreter aus 25 Ländern, darunter Russland, China, den USA und Deutschland, sowie von internationalen Organisationen teil.

Die zentralasiatischen Außenminister begrüßten bei ihrem Treffen mit EU-Vertretern die Absicht der Europäischen Union, im Jahr 2019 die EU-Strategie für Zentralasien zu aktualisieren. Man wolle sich aktiv an diesem Prozess beteiligen.

Während der Gespräche wurden auch Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der Region und die überregionale Zusammenarbeit bei Handel, Investitionen und Technologie-Transfer sowie in den Bereichen Wissenschaft und Berufsbildung diskutiert.

Die Lage in Afghanistan spielt auch für die Zusammenarbeit der EU mit den Ländern Zentralasiens eine bedeutende Rolle. Die EU will daher die Bemühungen der zentralasiatischen Länder um Frieden und Stabilität in Afghanistan und die Beteiligung der Länder an regionalen Wirtschafts- und Infrastrukturverbindungen unterstützen.

Das nächste Treffen der Außenminister Zentralasiens mit der EU soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres in Brüssel stattfinden.