Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft sieht Investitionsklima in Kasachstan positiv

KasachstanDeutschland
17.05.18 Kasachstan, Deutschland, Außenwirtschaft, Investitionen & Investoren

(24.kz) – Am 16. Mai, am Vorabend des Astana Economic Forum, fand in Astana das 23. Treffen des Berliner Eurasischen Klubs statt. Thema der Sitzung waren Privatisierungsprogramme in Kasachstan und sich daraus ergebende Chancen für den deutschen Mittelstand.

Organisatoren der Veranstaltung waren die kasachische Investitionsagentur Kazakh Invest und die Botschaft der Republik Kasachstan in der Bundesrepublik Deutschland. Neben einer Delegation des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft nahmen auch Vertreter des kasachischen Ministeriums für Investition und Entwicklung des Internationalen Finanzzentrums Astana teil.

Die Teilnehmer diskutierten aktuelle Fragen der bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Die kasachische Seite betonte, dass Deutschland ein wichtiger strategischer Partner Kasachstans innerhalb der Europäischen Union sei.

Kasachstan, so Kairat Kelimbetov, Direktor des Internationalen Finanzzentrums Astana, biete internationalen Investoren eine Reihe von Möglichkeiten und habe seine Investitionsstrategie nach den Bedürfnissen internationaler Partner ausgerichtet. „Ich denke“, sagte er im Rahmen des Treffens, „dass solche Foren sehr hilfreich sind, um die Positionen von Unternehmern verschiedener Sektoren zusammenzuführen.“

Vertreter der deutschen Seite betonten die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit vor allem im Bereich der technologischen Entwicklung zu intensivieren.

„Wir schätzen das Investitionsklima in Kasachstan als sehr positiv ein“, so Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses. „Das sieht man auch in allen internationalen Rankings. Es ist sehr wichtig, dass sich Kasachstan weiterhin an internationalen Standards orientiert.“

Anfangs seien vor allem große deutsche Unternehmen nach Kasachstan gegangen, die den Markt sehr sorgfältig geprüft hätten. „Jetzt“, so Harms, „ist es sehr wichtig, dass auch kleinere mittelständische Unternehmen kommen. Sie sind in vielen Branchen Weltmarktführer und sind daher besonders interessant für die Bemühungen einer Zusammenarbeit im Technologie-Bereich. Und hier spielt Kazakh Invest eine sehr große Rolle, um Informationen und Unterstützung für konkrete Investitionsprojekte bereitzustellen“.

Yerlan Khairov, Vorsitzender des Investitionskomitees beim kasachischen Ministerium für Investitionen und Entwicklung, wies seinerseits darauf hin, dass etwa 90 Prozent der Investitionen, die aus Deutschland nach Kasachstan fließen, für das verarbeitende Gewerbe bestimmt seien.

„Für Kasachstan“, so Khairov, „ist es strategisch wichtig, in diesem Bereich Investoren zu gewinnen. Wir sehen, dass die deutsche Wirtschaft auf diesen Ruf reagiert hat. Dafür schaffen wir gerne notwendige Voraussetzungen und bieten entsprechenden Fördermöglichkeiten.“

Marat Birimzhan, Direktor von Kazakh Invest, erläuterte Investitionsmöglichkeiten in Kasachstan und ermunterte deutsche Unternehmen zur Teilnahme am Privatisierungsprogramm: „Kasachstan ist nicht nur Transitland. Auch die Nachbarländer kommen als Exportziele in Frage.“ Seine Agentur biete interessierten Investoren jederzeit Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach potenziellen Projekten sowie bei Fragen zum kasachischen Privatisierungsprogramm.

Die deutsche Seite würdigte insbesondere die Bedeutung der Wirtschaftsreformen in Kasachstan und brachte ihr großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit klar zum Ausdruck.