Aschgabat und Wien diskutieren Perspektiven der Zusammenarbeit

Turkmenistan
30.10.17 Turkmenistan, Außenwirtschaft

(trend) – Am 30. Oktober weilte Alexander Marschik, politischer Direktor des österreichischen Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, zu Gesprächen im turkmenischen Außenministerium in Aschgabat.

Dabei wurden Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen Österreich und Turkmenistan in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur, Wissenschaft und Bildung erörtert. Als vorrangige Bereiche der Zusammenarbeit bezeichneten beide Seiten Kooperationen im Rahmen internationaler Organisationen, vor allem mit der UNO, der EU und der OSZE.

Österreich ist insbesondere an einer intensiveren Zusammenarbeit mit der turkmenischen Textilindustrie interessiert, die in Turkmenistan auf der Verarbeitung von eigener Baumwolle basiert. Ebenso gelten Partnerschaften bei der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und bei der Nahrungsmittelproduktion als aussichtsreich sowie die Beteiligung österreichischer Unternehmen beim Bau von Viehzuchtbetrieben und bei der Lieferung von Anlagen für die Produktion von Fleisch und Milchprodukten. Weitere potenzielle Felder Zusammenarbeit sind Bauwirtschaft, Gesundheitswirtschaft und Tourismus.

Beide Länder halten regelmäßig gemeinsame Wirtschaftsforen ab, bei denen unter anderem folgende österreichische Unternehmen bereits Interesse am turkmenischen Markt bekundet hatten:  WOMA GmbH, Schoeller Bleckmann AG, Unger Stahlbau GmbH, Schrack Seconet AG, Oswelt GmbH, AME International, Landhof, Schlafhorst, Trützschler, Uster, Strabag SE.

Als besonders vielversprechend gelten Partnerschaften im Bereich der Energieversorgung und bei der Diversifizierung der Rohstoffversorgung Österreichs. Eine Möglichkeit für den Markteintritt Österreichs in Turkmenistan könnte der Bau der Gaspipeline von Turkmenistan durch das Kaspische Meer nach Aserbaidschan sein, durch die Erdgas von Turkmenistan in die Türkei und nach Europa geliefert werden soll.