Besteuerung von Repräsentanzen in Kasachstan nach internationalem Steuerrecht fragwürdig

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29.03.17 Deutschland, Kasachstan, Publikationen, freie Publikationen, Verbandsnachrichten

(Michael Quiring, Rödl & Partner) - Die kasachischen Steuerbehörden vertreten seit Jahren die Auffassung, dass zum Ende des Besteuerungszeitraumes (des Kalenderjahres) nicht aufgebrauchte Finanzierungsmittel, die einer Repräsentanz durch eine im Ausland ansässige Hauptgesellschaft zur Verfügung gestellt wurden, in Kasachstan zu versteuern seien.

Aufgrund geltender Bestimmungen der Doppelbesteuerungsabkommen, des kasachischen Steuer- und Zivilgesetzbuchs sowie des kasachischen Gesetzes über das Buchhaltungswesen und Jahresabschlüsse ist dieser Auffassung kritisch zu begegnen.

Diese Rechtsauffassung der kasachischen Steuerbehörden, wonach die von der Hauptgesellschaft mit Sitz im Ausland zur Finanzierung der Repräsentanz in Kasachstan entrichteten Geldmittel, als ein zu versteuerndes Einkommen der Repräsentanz anzusehen sind, führt de facto zu einer Doppelbesteuerung und demnach zu einem rechtswidrigen Rechts- und Verwaltungspraxis.

Der Beitrag von Rödl & Partner befasst sich mit der Auffassung der kasachsichen Steuerbehörden und stellt demgegenüber sowohl die Rechtslage nach internationalem Steuerrecht als auch nach dem lokalen kasachischen Recht dar.