China baut neues Parlamentsviertel in Duschanbe

Tadschikistan
31.08.17 Bau & Baustoffe, Banken & Finanzen, Tadschikistan, China, Regionalpolitik

(asiaplus) – China wird voraussichtlich das neue Parlamentsviertel in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe bauen. Über die Konditionen eines entsprechenden Kredits sowie der Bauleistungen wird in nächster Zukunft beim Besuch des tadschikischen Präsidenten Emomali Rahmon in Peking entschieden werden. China will den Bau nicht nur finanzieren, sondern auch eigene Maschinen, Baustoffe und Bauarbeiter zur Verfügung stellen.

Das Unterhaus des tadschikischen Parlaments hat am 23. August das Memorandum of Understanding ratifiziert, das am 1. Mai dieses Jahres zwischen dem tadschikischen Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel sowie dem chinesischen Handelsministerium geschlossen wurde und das den Bau des neuen Parlamentsviertels von Tadschikistan durch China vorsieht.

Wie in der Parlamentssitzung bekannt gegeben wurde, hatte die chinesische Seite auf der Ratifizierung des Memorandums, das nicht bindend, sondern lediglich  eine Absichtserklärung ist, bestanden.

Laut dem tadschikischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Handel Nematullo Hikmatullozoda will China für den Bau des Parlamentsviertels etwa 1,5 Mrd. Yuan, rund 230 Mio. USD, zur Verfügung stellen.

Der Komplex soll auf einer Gesamtfläche von rund 42.000 Quadratmetern in tadschikischen Hauptstadt Duschanbe errichtet werden. Obwohl die Entwürfe und Grundstücke für den Bau noch nicht abschließend bestätigt sind, wurden am Prospekt Rudaki im Herzen Duschanbes bereits zahlreiche historische Gebäude abgerissen.

Die chinesische Seite will eigene Baumaschinen Baustoffe und Bauarbeiter einsetzen und darf im Gegenzug mit der Befreiung von Steuern und Zöllen eingeführten Baustoffe und Anlagen rechnen.