Chinesiche Henan Zhongyi Holding übernimmt tadschikischen Düngemittelproduzenten

Tadschikistan
11.09.16 Chemische Industrie, Tadschikistan, China

(asiaplus) - Das staatliche tadschikische Komitee für Investitionen und Staatseigentum hat einen Investitionsvertrag mit der chinesischen Henan Zhongyi Holding über die Modernisierung und Inbetriebnahme eines Unternehmens für die Herstellung von Mineraldüngern unterzeichnet.

Der Vereinbarung gemäß wird das chinesische Unternehmen den Betrieb Azot (früher Tajik Azot) in Sarband in der Region Khatlon übernehmen und dort künftig Ammoniak und Harnstoff produzieren.

Zunächst ist die Produktion von 120.000 Tonnen Ammoniak und 200.000 Tonnen Harnstoff pro Jahr geplant. Später soll die Kapazität auf 300.000 Tonnen Ammoniak und 500.000 Tonnen Harnstoff pro Jahr ausgebaut werden. Voraussichtlich in 18 Monaten soll die erste Produktionsstufe starten, die zweite Stufe in drei Jahren.

Die Vereinbarung sieht die Übernahme von 50 Prozent der Anteile am tadschikischen  Unternehmen Azot durch das chinesische Unternehmen vor. Henan Zhongyi verpflichtet sich dazu, den Betrieb mit modernen Produktionsanlagen auszustatten und moderne Technologien einzuführen. Die Direktinvestitionen belaufen sich auf 360 Mio. USD.

Im Jahr 2002 hatte der ukrainische Milliardär Dmytro Firtasch eine Mehrheitsbeteiligung an dem Düngemittelbetrieb erworben. Tajik Azot gehörte dann zur OSTCHEM-Gruppe, einer Chemie- Holding mit Unternehmen in der Ukraine, Tadschikistan und Estland.

Nachdem Firtasch im Jahr 2014 verhaftet worden war, war der tadschikische Betrieb auf Entscheidung des Obersten Gerichts Tadschikistans verstaatlicht worden.

Der tadschikische Minister für Industrie und neue Technologien Shavkat Bobozoda hatte dies im Juli dieses Jahres so kommentiert: „Ich würde es nicht Verstaatlichung nennen, der Staat hat sich einfach nur ein Unternehmen zurückgeholt, das unrechtmäßig privatisiert worden war und nicht funktioniert hat.“