Ergebnisse der DIHK-Konjunkturumfrage 2017 veröffentlicht

Deutschland
14.02.17 Deutschland, Außenwirtschaft, Beschäftigung, Geschäftsklima

(dihk) - Am 8. Februar haben die Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Martin Wansleben und Konjunkturexperte Dirk Schlotböller die Ergebnisse der jüngsten DIHK-Konjunkturumfrage vorgestellt und erläutert. Das Wichtigste in Kürze:

Die Geschäftslage deutscher Unternehmen ist besser als gedacht. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate hellen sich wieder etwas auf. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Wachsende wirtschaftspolitische Befürchtungen schlagen bisher kaum auf die Geschäfte durch. Der Export belebt sich unter dem Strich wieder. Die Investitionen hierzulande ziehen allmählich an. Davon profitiert vor allem die Industrie. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft bekommt somit einen neuen Impuls. Konsum und Bau laufen weiterhin gut.

Der DIHK erhöht daher seine Prognose für das laufende Jahr – trotz der vorhandenen Risiken – auf 1,6 Prozent (Prognose Herbst: 1,2%). Berücksichtigt man die geringere Zahl an Arbeitstagen in diesem Jahr, bleibt die Dynamik gegenüber 2016 unverändert (BIP-Wachstum 2016: 1,9%). Auch die Beschäftigung wächst. 2017 erwarten wir nochmals 350.000 neue Stellen.

Gleichwohl befürchten mehr Betriebe eine Verschlechterung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen – gerade in international orientierten Branchen. Die Betriebe nennen beispielsweise den künftigen Kurs der US-Regierung, den Brexit oder die Stabilität der Eurozone. Zudem sorgen höhere Preise für Öl und andere Rohstoffe für Kostensteigerungen bei Unternehmen. Das Top-Risiko bleibt aus Sicht der Betriebe der Fachkräftemangel. Vorerst überwiegt für viele Unternehmen jedoch die positive Entwicklung der Nachfrage.