Gute Absatzchancen für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer in turkmenischer Textilindustrie

TurkmenistanDeutschland
26.01.18 Textilindustrie, Turkmenistan, Deutschland

(turkmenportal) – Im Jahr 2018 plant die turkmenische Textilindustrie, die Produktion neuer Gewebe und Fertigprodukte deutlich zu steigern.

Die Textilindustrie ist einer der wichtigsten Industriezweige des Landes und verfügt über eine recht gut ausgebaute Produktionsinfrastruktur und Rohstoffbasis. Durch Investitionen in den Bau moderner Produktionsanlagen unter Beteiligung ausländischer Partner haben sich die Exportkapazitäten der Branche in den vergangenen Jahren bereits erweitert.

An der Finanzierung von Modernisierungsprojekten sind unter anderem die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, die japanische Bank für Internationale Zusammenarbeit und die japanische «Mitsubishi Corporation» beteiligt.

Der deutsche Textilmaschinenbauer Monforts hat in Turkmenbaschi eine Anlage zur Produktion von Jeansstoffen ausgerüstet.  In der Baumwollspinnerei in Tedjen kommen Hochleistungsspinnereimaschinen des Schweizer Herstellers Rieter zum Einsatz, in Kaka Anlagen von SSM aus der Schweiz und Saurer aus Deutschland.

Im Textilkombinat in Aschgabat werden Recyclingfasern aus Abfällen anderer Textilbetriebe hergestellt. Der Betrieb hat Hochleistungsgeräte aus der Türkei  installiert, die mehrere tausend Tonnen Textilabfälle pro Jahr verarbeiten können. Im vergangenen Jahr wurde der Großteil der Recyclingfasern ins Ausland exportiert.

Die Baumwollspinnerei Aschgabat stellt jährlich 2,5 Millionen Paare Herren-, Damen- und Kindersocken her, die sich großer Nachfrage erfreuen. Das Unternehmen betreibt eine Anlage der der italienischen Firma Lonati.

Die Baumwollspinnereien in Sakarchagin und Turkmengala wurden 2016 umfassend modernisiert. Die veraltete Ausrüstung wurde mit mit Hochleistungsspinnmaschinen der namhaften deutschen Unternehmen Trützschler und Schlafhorst ersetzt.

2018 und 2019 sollen auch die Baumwollspinnerei in Takhtabazar, die Textilfabrik in Dashoguz und ein Werk in Aschgabad zur Herstellung von medizinischer Watte und kosmetischer Baumwolle modernisiert werden.

Die Modernisierung des Textilkomplexes in Bayramali wird fortgesetzt – hier kommen Anlagen des deutschen Textilmaschinenbauers Karl Mayer zum Einsatz. In der Weberei werden Maschinen der italienischen Firma Itema installiert. Um eine neue Produktpalette zu eröffnen, ist die Anschaffung von Jacquardmaschinen  der Schweizer Marke Stäubli geplant. All dies soll es dem Unternehmen ermöglichen, den Export zu steigern.