IWF fordert von Turkmenistan Entwicklung des Privatsektors

Turkmenistan
28.03.17 Turkmenistan, Geschäftsklima, Investitionen & Investoren

(easttime) – Unter den derzeitigen schwierigen äußeren Bedingungen müsse Turkmenistan ein lebendiges und integratives Wachstum ermöglichen und die regulatorischen Rahmenbedingungen verbessern, um die Entwicklung des privaten Sektors zu unterstützen.

So lauten die Schlussfolgerungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach dem jüngsten Besuch einer IWF-Mission in Aschgabat. Weiterhin verwies der IWF auf die Notwendigkeit, wirksame Reformen staatseigener Unternehmen und deren Privatisierung zu gewährleisten.

Darüber hinaus solle Turkmenistan die Effizienz öffentlicher Ausgaben erhöhen und weiterhin besonderes Augenmerk auf soziale Faktoren, einschließlich den Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen, legen. Die Behörden wüssten um diese Prioritäten, und sie würden sich in der Entwicklungsstrategie für den Zeitraum von 2017 bis 2023, die derzeit entwickelt werde, widerspiegeln.

„Die Wirtschaft von Turkmenistan ist weiterhin von den anhaltend niedrigen Weltmarktpreisen für Erdgas geprägt“, so IWF-Missionschef Martin Sommer, „als auch vom gebremsten Wirtschaftswachstum, in den Ländern, die die wichtigsten Handelspartner sind. Dank der Erdgas-Exporte  und Maßnahmen im Bereich der Industriepolitik ist Turkmenistans Wachstum in der letzten Zeit stabil. Es gibt jedoch nach wie vor ein externes Defizit in der Leistungsbilanz.“

Der IWF sei bereit, die notwendige Unterstützung für Reformen zu leisten, unter anderem durch Beratung in Fragen der Wirtschaftspolitik und Kapazitätsentwicklung, außerdem bei Fragen zu makroökonomischen Indikatoren und Prognosen, bei Finanzpolitik und Geldmarktoperationen.

Wie im Jahresbericht des IWF festgestellt worden war, lag das BIP-Wachstum in Turkmenistan im Jahr 2016 bei 5,4 Prozent. 2015 waren es 6,5 Prozent gewesen.