Kasachstan investiert in den Ausbau der Verkehrswege

Kasachstan
24.02.17 Transport & Verkehr, Infrastruktur, Kasachstan

(gtai) - Kasachstan möchte zur zentralen Drehscheibe für den Güterverkehr auf dem Landweg zwischen Europa und Asien werden. Der Containertransport weist seit einigen Jahren bereits beachtliche Wachstumsraten auf. Beim Ausbau und der Instandsetzung der Verkehrswege bleibt jedoch noch viel zu tun. Die Pläne der Regierung zur Verbesserung der Infrastruktur sind im Programm "Nurly Shol" verankert. Von 2017 bis 2020 sollen 11 Mrd. US$ in die Verkehrsinfrastruktur fließen.

Dank seiner Lage im Herzen Eurasiens möchte Kasachstan Drehscheibe für den Güterverkehr auf dem Landweg zwischen Ostasien, Europa und dem Nahen Osten werden. Kasachstan verfügt hierfür über gute Voraussetzungen, denn über den mit 2,7 Mio. qkm neuntgrößten Staat der Erde verlaufen die kürzesten und topografisch einfachsten Routen. Noch bleibt aber viel zu tun. Ein großer Teil der Verkehrsinfrastruktur ist in einem schlechten Zustand. Nach Regierungsangaben sind rund ein Drittel aller Straßen und circa 60% der Eisenbahnstrecken verschlissen.

Künftig soll der Gütertransit zu einem wichtigen Standbein der kasachischen Wirtschaft werden und die Abhängigkeit vom Rohstoffsektor verringern. Die Pläne der Politiker in Astana decken sich dabei mit der "Belt and Road Initiative" der chinesischen Regierung zur Wiederbelebung der Seidenstraße.

Der größte Vorteil des Landwegs gegenüber dem kostengünstigeren Seetransport ist der Zeitgewinn. In den vergangenen Jahren konnte Kasachstan den Transitverkehr über sein Territorium bereits deutlich steigern. Mehr und mehr Firmen nutzen die Landstrecke für Transporte zwischen ihren Werken und zu Kunden ... weiterlesen