Rohstoffpreise dominieren Entwicklung des kasachischen Außenhandels

Kasachstan
25.01.17 Bergbau & Metallurgie, Kasachstan, Außenwirtschaft

(gtai) - Die Entwicklung des kasachischen Außenhandels hängt stark von den Weltmarktpreisen für Rohstoffe ab. Sind die Preise für Öl, Gas und Metalle hoch, erzielt das Land hohe Exporterlöse und kann mehr Konsum- und Investitionsgüter einführen. Wegen der schwachen industriellen Basis ist Kasachstan in vielen Bereichen auf Importe angewiesen. Wichtigstes Lieferland ist Russland, die Rolle der VR China dürfte künftig jedoch steigen. Deutschland steht auf Rang drei der Lieferländer.

Dank seiner reichen Rohstoffvorkommen erzielt Kasachstan hohe Handelsbilanzüberschüsse. Aufgrund des Einbruchs der Rohstoffpreise hat sich der Überschuss aber zuletzt deutlich verringert. Im Jahr 2015 ist die Leistungsbilanz ins Negative gerutscht. Zusammen mit der Abwertung des russischen Rubels hat sich damit der Druck auf die Landeswährung Tenge (T) 2015 erhöht.

Am 20.8.15 hat die Regierung beschlossen, den Wechselkurs freizugeben. Bis Anfang 2016 hat die Währung um rund 50% gegenüber dem US-Dollar abgewertet, seitdem zeigt sie sich aber stabil. Die Abwertung und die allgemein schlechte Wirtschaftslage haben 2015 und 2016 zu einem Einbruch der Importe geführt. Ab 2017 dürften die Im- und Exporte wieder wachsen - dank steigender Rohstoffpreise und einer erwarteten Konjunkturerholung ... weiterlesen