Tadschikistans Aluminium-Exporte brechen 2017 um ein Fünftel ein

Tadschikistan
26.01.18 Bergbau & Metallurgie, Elektrotechnik, Energie, Tadschikistan

(asiaplus) – Im vergangenen Jahr hat Tadschikistan 103.000 Tonnen Aluminium und Aluminiumprodukte im Wert von mehr als 203 Mio. USD exportiert. Das gab die tadschikische Zollbehörde bekannt.

Im Vergleich zum Vorjahr waren das 22 Prozent weniger. 2016 hatte das Land 132.000 Tonnen Aluminium und Aluminiumprodukte exportiert, zu einem Durchschnittspreis von 1.590 USD pro Tonne. 2017 stieg der Verkaufspreis auf dem Weltmarkt auf 1.970 USD pro Tonne – das machte die geringere Exportmenge jedoch nicht wett. 2016 hatten die Umsätze aus dem Export insgesamt noch bei 210 Mio. USD gelegen.

Die Produktion des wichtigsten Industriebetriebes Tadschikistans war in den vergangenen zehn Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent gesunken, von 110.000 Tonnen im Vorjahreszeitraum auf 85.600 Tonnen im Jahr 2017.

Hauptgrund für den Rückgang der Produktion ist laut dem tadschikischen Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel eine Havarie im Stromversorgungsnetz von TALCO, die sich bei der Außerbetriebsetzung von Elektrolysebädern ereignet hatte. Der Schaden ist bis heute nicht komplett behoben.

Das Industrieministerium schätzt den wirtschaftlichen Schaden für den Aluminiumproduzenten durch diesen Unfall auf etwa acht Millionen US-Dollar.

Laut der Geschäftsführung von TALCO bestehe derzeit die Möglichkeit, zusätzliche 98 Elektrolyse-Tanks in Betrieb zu nehmen. Das Management habe jedoch die Installation und Inbetriebnahme von Elektrolysegeräten bis Februar 2018 verschoben, um in der Winterperiode Energie zu sparen.

TALCO ist der größte Energieverbraucher in Tadschikistan, das vor allem in den Wintermonaten immer wieder mit Stromversorgungsengpässen zu kämpfen hat. In vielen Regionen wird die Energieversorgung deshalb rationiert.