Treffen des Eurasischen Klubs in Berlin

DeutschlandKasachstan
14.02.18 Informatik, Deutschland, Kasachstan, Außenwirtschaft

© Kasachische Botschaft

(botschaft-kaz) - Am 13. Februar richteten die Botschaft von Kasachstan in Deutschland und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Berlin einen Runden Tisch des Berliner Eurasischen Klubs aus.

Dabei erläuterte der kasachische Botschafter Bolat Nussupov grundlegende Aspekte der Rede ans Volk, die der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew am 9. Januar gehalten hatte. Deren Schwerpunkt war Nasarbajews Appel, die Wirtschaft Kasachstans stärker auf Digitalisierung auszurichten.

Botschafter Nussupov führte daraufhin insbesondere Möglichkeiten der Zusammenarbeit deutscher und kasachischer Unternehmen vor diesem Hintergrund aus. In seiner Rede vor Vertretern der deutschen Wirtschaft betonte er, dass Kasachstan sein politisches und wirtschaftliches System modernisieren wolle, bessere Rahmenbedingungen für ausländische Investoren und Partner schaffe und das staatliche Programm „Digitales Kasachstan“ entwickele. Strategische Ziel der Modernisierung sei es, so Nussupov, dass Kasachstan bis zum Jahr 2050 zu den 30 meist entwickelten OECD-Ländern gehöre.
Besonderes Augenmerk lege Kasachstan auf Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Deutschland in den Bereichen erneuerbare Energien, „Smart Technologies“, Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie und bei der Entwicklung so genannter „Smart Cities“. Darüber hinaus habe Kasachstan Interesse an deutschen Technologien der „Industrie 4.0“, an der Ausweitung der finanziellen Zusammenarbeit im Rahmen des Astana International Financial Center AIFC, bei der Entwicklung der dualen Ausbildung in Kasachstan sowie an Kooperationen bei der Digitalisierung des Gesundheitssystems.

Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, begrüßte, dass Nasarbajew in der Botschaft ans Volk seine Vision für die weitere Entwicklung des Landes und der Gesellschaft klar dargelegt und entsprechende konkrete Schritte für deren Umsetzung vorgeschlagen habe. Ihm zufolge sei Kasachstan, trotz des Reichtums an natürlichen Ressourcen, nach wie vor auf Impulse in den Bereichen High-Tech und Digitalisierung angewiesen. Das wiederum unterstreiche den strategischen Ansatz für die Entwicklung des Landes. Harms betonte, dass deutsche Unternehmen für diese wichtigen Aspekten der wirtschaftlichen Entwicklung Kasachstans zur Verfügung stünden.

Die Teilnehmer des Runden Tisches bewerteten die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Reformen Kasachstans als überwiegend positiv. Wichtig seien aber vor allem die schrittweise Verbesserung des Investitionsklimas, Bürokratieabbau und Korruptionsbekämpfung.