Turkmenistan: Höchstbetrag für Bargeldausfuhr auf 3.000 Dollar begrenzt

Turkmenistan
26.01.18 Banken & Finanzen, Turkmenistan

(hronikatm) – In Turkmenistan wurde der Höchstbetrag für die Ausfuhr von Bargeld auf 3.000 USD reduziert. Jeder Betrag über 500 USD muss zudem offiziell angegeben werden, berichtet die Nachrichtenseite „Chronik Turkmenistans“.

Vor der Einführung dieses Limits betrug der maximal exportierbare Betrag 10.000 USD. Nach wie vor dürfen bis zu 10.000 USD ohne Deklaration eingeführt werden.

Die Beschränkung für den Bargeldexport wurde offensichtlich eingeführt, weil Menschen begonnen hatten, ihre Ersparnisse und die von Verwandten für Studenten ins Ausland zu transportieren.

Laut Meldung gab es keine offizielle Ankündigung der neuen Beschränkung. Allerdings sind Zollbeamte an Flughäfen des Landes angewiesen, Reisende auf die Neuregelung hinzuweisen.

Darüber hinaus bestehen weiterhin  Probleme beim Bargelderhalt mit Hilfe turkmenischer Bankkarten im Ausland. Seit Beginn des neuen Jahres ist die praktisch nicht mehr möglich. Vor Banken bilden sich immer wieder Schlangen, weil Menschen Geld nur durch Western Union verschicken können.

Um Geld überweisen zu können, ist vorab eine Terminvergabe bis zu einem Monat im Voraus notwendig. Mittlerweile werden Warteplätze bereits auf dem Schwarzmarkt gehandelt, um überhaupt einen Termin für eine geplante Geldüberweisung zu erhalten.

Seit Mitte Dezember dürfen maximal 500 USD ins Ausland überwiesen werden. Allerdings führen die Filialen nur Überweisungen bis zu maximal 200 USD aus. Das heißt, um das gesamte Limit auszuschöpfen, sind drei Termine pro Monat nötig.

Die Währungskrise in Turkmenistan hat dafür gesorgt, dass sich selbst der Schwarzmarktpreis für US-Dollar in den vergangenen Monaten verdreifacht hat.