Wirtschaftsausblick: Kirgistan profitiert 2017 von wirtschaftlicher Erholung in Russland und Kasachstan

Kirgistan
26.01.17 Kirgistan, Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU), Außenwirtschaft

(gtai) - In den ersten elf Monaten 2016 ist die kirgisische Wirtschaft real um 3,2% gewachsen. Auch 2017 dürfte der Aufwärtstrend anhalten. Die zentralasiatische GUS-Republik profitiert von der leichten Erholung in den wichtigen Partnerländern Russland und Kasachstan, in deren Zuge die Exporte und Geldtransfers der Arbeitsmigranten steigen dürften. Kredite internationaler Geberorganisationen und der Russisch-Kirgisische Entwicklungsfonds ermöglichen die Umsetzung von Projekten.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2016 mit einem Wirtschaftswachstum in Kirgistan von 2,6%. Auch 2017 (+2,3%) und 2018 (+2,9%) dürfte der Aufwärtstrend nach Einschätzung des IWF anhalten. Die Economist Intelligence Unit (EIU) geht für die beiden Jahre von etwas höheren Wachstumsraten von 3,5 und 3,6% aus.

Kirgistan dürfte ab 2017 von der leichten Erholung in den wichtigen Partnerländern Russland und Kasachstan profitieren, verbunden mit höheren Exporten und wieder steigenden Geldtransfers der Arbeitsmigranten. Nach dem Rückgang von 2,2 Mrd. auf 1,7 Mrd. US$ von 2014 auf 2015 sind die Überweisungen in den ersten zehn Monaten 2016 wieder gestiegen (+17,1% auf knapp 1,7 Mrd. $).

Die Transfers sind die wichtigste Devisenquelle der GUS-Republik. Im Jahr 2014 erreichten allein die durch die Nationalbank erfassten Zahlungen einen Umfang von 30% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Migranten aus Kirgistan profitieren von den verbesserten Arbeitsmöglichkeiten in den Ländern der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU), nach dem EAWU-Beitritt im Sommer 2015. Eine Herausforderung für die lokalen Produzenten bleibt die Anpassung an die Standards der Wirtschaftsunion und den gestiegenen Wettbewerbsdruck ... weiterlesen