Deutsch-turkmenische Gespräche in Berlin

TurkmenistanDeutschland
28.11.17 Turkmenistan, Deutschland, Energie, Maschinen- und Anlagenbau

(trend) – Ende November haben in Berlin Konsultationen zwischen einer turkmenischen Delgation und Vertretern des Auswärtigen Amtes stattgefunden. Das teilte das turkmenische Außenministerium mit.

Von deutscher Seite wurden die Gespräche durch Andreas Peschke, Beauftragter für Osteuropa, den Kaukasus und Zentralasien im Auswärtigen Amt, geleitet.

Beide Seiten tauschten sich zu einer Reihe von Fragen und Aspekten der internationalen Sicherheit aus sowie zum Umgang mit Extremismus und Fundamentalismus.

Bei dem Treffen wurden zudem Fragen der bilateralen Beziehungen beider Länder in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Verkehr und Umweltschutz erörtert.

Die turkmenische Delegation traf sich anlässlich des Besuchs auch mit dem Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft Michael Harms. Dabei wurden Fragen im Zusammenhang mit den Aktivitäten deutscher Unternehmen in Turkmenistan erörtert.

In Turkmenistan waren 2016 167 Investitionsprojekte mit deutscher Kapitalbeteiligung im Gesamtwert von rund 550 Mio. Euro registriert.

Deutsche Unternehmen sind an zahlreichen langfristigen Projekten in Turkmenistan beteiligt, unter anderem Siemens, Daimler, Claas, Rohde & Schwarz oder Dresser-Rand. Bereits im Juli 2017 hatten Gespräche mit deutschen Unternehmen und turkmenischen Regierungsvertretern in Frankfurt stattgefunden. In Turkmenistan besteht besonderes Interesse an Kooperationen im Rahmen der TAPI-Pipelin, die von Turkmenistan über Afghanistan und Pakistan nach Indien führen soll. Außerdem wird der petrochemische Komplex in Turkmenistan weiter ausgebaut, so dass bei der Verarbeitung von Erdgas und der Produktion von Polyethylen, Polypropylen und synthetischem Benzin Investitionsbedarf besteht, sowie beim Ausbau des Stromleitungsnetzes. Turkmenistan will langfristig Strom nach Afghanistan und Pakistan exportieren.