Kasachstan verbessert Bedingungen für Investoren

Kasachstan
30.10.17 Bergbau & Metallurgie, Kasachstan

(trend) – Bereits Ende September war dem kasachischen Parlament der Entwurf für das künftige „Bodenschätze- und Bodenschätzenutzungsgesetz“ vorgelegt worden. Das neue Gesetz nimmt sich der bisherigen Abgrenzung in der Steuergesetzgebung für die Erschließung und Nutzung von Rohstoffvorkommen an und soll im Rohstoffsektor ein attraktives Investitionsklima schaffen. Das teilte der Erste Vize-Energieminister Mahambet Dosmukhambetov Ende Oktober bei einer Pressekonferenz in Astana mit.

„Die Kosten, die dem Anleger in der Explorationsphase als Risikokosten entstehen,“ so Dosmukhambetov, „können nun aus den Produktionseinnahmen ausgeglichen werden. Die steuerliche Grenze zwischen den beiden Verträgen wird abgebaut. Es gab Fälle, in denen internationale Investoren ihr Engagement genau davon abhängig gemacht haben. Das ganze Gesetz ist deshalb darauf ausgelegt, bessere Bedingungen für Investoren zu schaffen.“

Die wichtigsten Neuerungen im Gesetz sind die Vereinfachung von Wettbewerbsverfahren sowie Steuerpräferenzen für ausländische Investoren. Zudem stellt es vereinfachte Standards für Nutzungsrechte an Rohstoffvorkommen zur Verfügung. Diese wurden analog zum australischen Modell entwickelt, das die Vergabe von Lizenzen vorsieht.

Außerdem ist geplant, die Rechte auf Erschließung und Produktion von Rohstoffen zu kombinieren. Das solle garantieren, dass derjenige, der Rohstoffe findet, diese auch selbst nutzen könne, so Dosmukhambetov.

Kasachstan verfügt über drei Prozent an den weltweiten Ölreserven und gehört zu den Top-15 der Ölproduzenten weltweit.