Konsul des Jahres – Hamburger vertritt Tadschikistan

TadschikistanDeutschland
05.12.17 Tadschikistan, Deutschland, Außenwirtschaft

(Hamburger Abendblatt) - Der Hamburger Unternehmer Kourosh Pourkian setzt sich für die Belange des kleinsten zentralasiatischen Landes ein.

Erst seit vier Jahren im Amt und schon mit höchsten Würden ausgezeichnet: Kourosh Pourkian (65), Hamburger Unternehmer und Honorarkonsul von Tadschikistan, ist vom "Diplomatischen Magazin" in Berlin zum Konsul des Jahres ernannt worden.

"Herr Pourkian ist in Teheran geboren und hat lange in Deutschland gelebt. Neben seiner Liebe zu seiner Heimat und zu Deutschland hat er in seinem Herzen auch noch Platz für Tadschikistan gefunden", sagte Tadschikistans Botschafter Maliksho Nematov in seiner Laudatio. Als Zeichen der Anerkennung legte er dem Preisträger eine Nationaltracht an. Der mit Gold verzierte Chapan soll nicht nur vor Kälte, sondern auch vor bösen Geistern schützen.

Kourosh Pourkian kam als 22-Jähriger nach Deutschland, ließ sich in Hamburg zum Diplom-Kaufmann mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik und Industrie ausbilden und arbeitet heute als Unternehmensberater mit eigener Firma, der Pourkian Group. Er ist mit der Lübecker Honorarkonsulin von Norwegen Petra Baader verheiratet und hat mit ihr drei Kinder.

Am 30. September 2013 erhielt Pourkian sein Exequatur als Honorarkonsul von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Seitdem vertritt er das kleinste zentralasiatische Land in Hamburg und Schleswig-Holstein. "Die Auszeichnung gibt einen zusätzlichen ­Anstoß, den Brückenbau zwischen Tadschikistan und Deutschland zu intensivieren", sagte Pourkian in seiner Dankesrede. Insbesondere das ambitionierte Motto "Wohlstand für alle" liefere den idealen Rahmen für zukünftige Projekte.

"Seine Verdienste um das jährlich stattfindende Nowruz-Wirtschaftsforum und den Nowruz-Kulturempfang sind beide vorbildhaft für den wirtschaftlichen und kulturellen Brückenbau zwischen Hamburg, Schleswig-Holstein und den Nowruz-Ländern", betonte auch Irene Ernst, Herausgeberin des "Diplomatischen Magazins". Nowruz heißt das Neujahrs- und Frühlingsfest im iranischen Kulturraum.

Zur Feier im Palazzo Berlin kamen Botschafter, Gesandte und Verteidigungsattachés aus mehr als 100 Ländern. Bei Akrobatik und Sterneküche feierten auch der Verleger Wolfgang E. Buss mit Gattin Silke Lange, Gerd-Winand Imeyer, Honorargeneralkonsul von Bulgarien, Bernd-Peter Holst, Vorsitzender der Freiwilligenbörse Hamburg, sowie Torsten Albig, Ministerpräsident a. D. von Schleswig-Holstein.