Usbekisches Finanzministerium entlässt mehr als 560 Mitarbeiter

Usbekistan
28.12.17 Banken & Finanzen, Usbekistan, Regierung

(gazeta) – Im usbekischen Finanzministerium sind Ende Dezember mehr als 500 Mitarbeiter entlassen worden. Das berichtet die staatliche usbekische Nachrichtenagentur UzA auf ihrer Webseite.  

Die Massenentlassung folgte auf einen Auftritt des usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoev am 22. Dezember. Dabei hatte Mirziyoyev eine bessere Personalpolitik im Finanzministerium angemahnt, schlecht ausgebildete Mitarbeiter und „Schmarotzer“ wolle man nicht länger dulden. Stattdessen sollten junge Fachleute eingestellt werden, die ihrem Heimatland dienen wollten.

Am 23. Dezember wurden der Leiter der Finanzbehörde in Taschkent und drei seiner Stellvertreter entlassen. Außerdem wurden 100 Mitarbeiter regionaler Finanzdirektionen, darunter vier hohe Beamte, ihrer Ämter enthoben.

Aus den regionalen Büros des Finanzministeriums wurden 273 Personen entlassen, darunter 23 Angestellte, die Führungspositionen innehatten. Auf der lokalen Ebene wurden 65 Angestellte, darunter zwölf Manager, aus dem Pensionskassensystem 100 Angestellte entlassen, darunter ein leitender Angestellter.

Insgesamt wurden 562 Personen aus dem Finanzministerium und den ihm unterstellten Behörden entlassen.

Laut der Nachrichtenagentur UzA sollen „junge Fachleute mit innovativem Denken und Kenntnissen moderner Technologien“ die freigewordenen Stellen besetzen. Zu diesem Zweck schickte das Finanzministerium Aufrufe an die Union der Jugend Usbekistans und an Universitäten des Landes.