Xeniya Kuznetsova
Projektmanagerin Projektmanagement
+7 727 3561061, int.306 xeniya.kuznetsova@ahk-za.kzDie Erhöhung der Umweltstandards, die Verbreitung des Umweltwissens sowie die nachhaltige Verbesserung ökologischer Grundlagen und Lebensbedingungen sind ein Bestandteil moderner, effizienter und ressourcenschonender Technologien. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) unterstützt daher seit 2016 mit dem Programm „Exportinitiative Umweltschutz“ (EXI) deutsche Green-Tech-Unternehmen und trägt dazu bei, innovative Umwelttechnologien „Made in Germany“ weltweit zu verbreiten sowie Rahmenbedingungen vor Ort zu verbessern. Das EXI-Projekt ist nun in Kasachstan gestartet.
Kasachstan strebt im Rahmen der nationalen Entwicklungsstrategie „Kasachstan 2060“ nach der Diversifizierung und Modernisierung der Wirtschaft. Als Hauptsäule für erfolgreiche wirtschaftliche Modernisierung wurde der Übergang zur „Green Economy“ definiert. Das EXI-Projekt zur Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Kasachstan, das für zwei Jahre geplant ist, kann ein Grundstein für den Markteintritt deutscher Produkte, Dienstleistungen sowie Know-how im GreenTech-Bereich sein und beim Aufbau nachhaltiger Partnerschaften zwischen Deutschland und Kasachstan unterstützen, denn das Projekt realisiert grüne Daseinsvorsorge und umweltgerechte Dienstleistungen.
Das Förderprogramm greift die globale Nachfrage nach deutschen „grünen“ Produkten und Innovationen auf und stellt vor allem den Wissens- sowie Technologietransfer in folgenden acht Kompetenzfeldern:
Das BMUV fördert den deutschen GreenTech-Mittelstand und hilft, sich deutscher Umwelttechnologien auszuweiten und vor allem das Fundament dazu zu legen, dass deutsche Unternehmen gezielter mit ihren Produkten und Dienstleistungen zur Lösung von Umweltproblemen in den Zielländern beitragen können.
Das Projekt zur Intensivierung der deutsch-kasachischen Zusammenarbeit im Bereich Abfallwirtschaft zielt darauf ab, durch Wissens- und Erfahrungsaustausch nachhaltige Maßnahmen im Abfallmanagement in Kasachstan zu implementieren. Eine zentrale Maßnahme ist die Nutzung einer IT-Plattform für den Austausch von Fachwissen und die Durchführung von Veranstaltungen wie der Eco-Bildungstour in Deutschland. Regelmäßige Online- und Offline-Treffen mit dem Umweltministerium sowie die Erstellung von Informationsmaterialien sollen den langfristigen Erfolg und die Verbreitung der Projektziele unterstützen.
Das Projekt trägt zur Verbesserung der Infrastruktur für Abfallwirtschaft in Kasachstan und zur Förderung von Innovationen in diesem Bereich bei. Zudem wird durch die Schulung von Fachkräften und Entscheidungsträgern aus Kasachstan und die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern ein nachhaltiger Wissens- und Technologietransfer ermöglicht.
Das Projekt wird positive wirtschaftliche, soziale und ökologische Auswirkungen auf die Städte bzw. Regionen Kasachstans haben. Zudem ist das Projekt auf die Förderung von Partnerschaften und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kasachstan ausgerichtet.
Am 29. Januar 2026 fand in Astana die Abschlusskonferenz des über zweijährigen EXI-Projekts statt, das von AHK Zentralasien umgesetzt und vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) finanziert und gefördert wurde. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die zentralen Projektergebnisse vorgestellt und gemeinsam mit Expertinnen und Experten zukünftige Perspektiven der Kreislaufwirtschaft in Kasachstan diskutiert. Die Konferenz markierte einen wichtigen Meilenstein für den weiteren Ausbau praxisnaher Nachhaltigkeitslösungen und internationaler Kooperationen.
Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren wurden im Rahmen des EXI-Projekts zahlreiche praxisnahe Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehörten eine Eco-Bildungsreise nach Düsseldorf für Vertreter aus Politik und Wirtschaft, die Weiterentwicklung einer Eco-Plattform sowie die Beschaffung einer kleinen Biogasanlage aus Deutschland. Ziel des Projekts war es, konkrete Lösungen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in Kasachstan zu entwickeln und umzusetzen.
Ein Höhepunkt der Abschlusskonferenz war der Fachvortrag mit anschließendem Workshop zur Kreislaufwirtschaft, durchgeführt von der eingeladenen Expertin Laura Scherer. Im Fokus standen reale Projekte, praxistaugliche Geschäftsmodelle sowie eine offene Diskussion über bestehende Herausforderungen und Chancen. In einem interaktiven Workshop wurden gemeinsam konkrete Strategien zur praktischen Umsetzung von Wiederverwendung und Wiederverwertung entwickelt.
Die in Astana begonnenen Diskussionen wurden im Anschluss in Karaganda weitergeführt. Dort fand eine Roundtable-Diskussion statt, zudem wurde die kleine Biogasanlage offiziell vorgestellt. Die Anlage wurde im Rahmen eines Wettbewerbs an das Creative Innovation Institute vergeben und wurde an der Staatlichen Technischen Universität Karaganda installiert. Sie soll Studierenden als Demonstrations- und Lernobjekt dienen.
Auch wenn das EXI-Projekt offiziell abgeschlossen ist, markiert es keinen Endpunkt. Vielmehr bildet es den Ausgangspunkt für eine neue Phase der Entwicklung der Kreislaufwirtschaft, der internationalen Zusammenarbeit und der Umsetzung praktischer Nachhaltigkeitslösungen in Kasachstan.
Projektmanagerin Projektmanagement
+7 727 3561061, int.306 xeniya.kuznetsova@ahk-za.kzGeschäftsführer TOO "DEinternational Kasachstan" Geschäftsführung
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