Im Mittelpunkt des Webinars standen aktuelle Fragestellungen zur Geschäftstätigkeit ausländischer Unternehmen in Kasachstan, steuerliche Pflichten sowie moderne Instrumente zur Wahrung geschäftlicher Interessen bei der Beilegung von Streitigkeiten. Durch das Programm führte der Delegierte der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien, Eduard Kinsbruner.
Den ersten Vortrag hielt Nikolai Knorr, Partner und Rechtsanwalt bei RSP International. Er widmete sich den Besonderheiten der Geschäftstätigkeit von Nichtresidenten in Kasachstan über eine Betriebsstätte und beleuchtete die Vor- und Nachteile dieser Struktur sowie praktische Herausforderungen bei ihrer Nutzung.
Im zweiten Fachvortrag sprach Adilkhan Erbolatov, Steuerberater bei RÖDL, über den Steuerabzug an der Quelle. Er erläuterte, welche Einkünfte als aus Quellen in Kasachstan stammend gelten und wie die entsprechenden Steuersätze berechnet werden. Besonderes Augenmerk legte er auf häufige Fallstricke in der Praxis und gab den Teilnehmenden konkrete Empfehlungen zur Risikominimierung.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Streitbeilegung am Astana International Financial Centre (AIFC). Dina Berkalieva und Valikhan Shaikenov, Partner bei ADL Disputes, stellten das AIFC-Gericht sowie das Internationale Schiedsgerichtszentrum (IAC) vor. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in Verfahrensabläufe, die Wahl des anwendbaren Rechts sowie die Vorteile internationaler Schiedsverfahren, insbesondere hinsichtlich der weltweiten Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen.
Die anschließende Fragerunde unterstrich das große Interesse der Teilnehmenden an den praxisnahen rechtlichen und steuerlichen Themen. Das Webinar bot Unternehmen wertvolle Orientierung für ihre Geschäftstätigkeit in Kasachstan und der Region.