Astana, 30. Juni 2026 – Mit hochrangigen Gesprächen beim Präsidenten der Republik Kasachstan, Kassym-Jomart Tokajew, Premierminister Olzhas Bektenov sowie Energieminister Yerlan Akkenzhenov hat die deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, bei ihrem Besuch in Astana ein starkes Signal für den weiteren Ausbau der deutsch-kasachischen Wirtschafts- und Energiepartnerschaft gesetzt.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Vertiefung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Industrie, Digitalisierung, Transport und Logistik sowie die Erschließung gemeinsamer Potenziale bei kritischen Rohstoffen und Zukunftstechnologien.
Treffen mit Präsident Tokajew: Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit
Die Bundesministerin Reiche wurde von Präsident Kassym-Jomart Tokajew empfangen. Beide Seiten erörterten Perspektiven für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kasachstan sowie neue Möglichkeiten für deutsche Unternehmen im größten Wirtschaftsstandort Zentralasiens.
Präsident Tokajew bekräftigte die Bereitschaft Kasachstans, weiterhin attraktive Rahmenbedingungen für internationale Investoren zu schaffen und das Engagement deutscher Unternehmen im Land zu unterstützen. Zudem informierte er über die laufenden politischen und wirtschaftlichen Reformen, die auf die Stärkung von Rechtsstaatlichkeit, Transparenz und Modernisierung abzielen.
Bundesministerin Reiche würdigte die positiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen Kasachstans und bezeichnete das Land als den wichtigsten Handelspartner Deutschlands in Zentralasien. Beide Seiten unterstrichen ihr gemeinsames Interesse, die strategische Partnerschaft weiter auszubauen und bestehende Kooperationsformate zu vertiefen.
Gespräche mit Premierminister Bektenov: Fokus auf Investitionen und Industriekooperation
Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war das Treffen mit Premierminister Olzhas Bektenov. Im Zentrum standen konkrete Maßnahmen zur Förderung von Investitionen und industrieller Zusammenarbeit.
Besonders hob die kasachische Seite das Ziel hervor, die traditionelle Handels- und Investitionsbeziehung hin zu einer stärker technologie- und industriebasierten Kooperation weiterzuentwickeln – unter anderem durch Lokalisierung von Produktion, Technologietransfer und die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte.
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan entwickeln sich weiterhin dynamisch. Das bilaterale Handelsvolumen erreichte im Jahr 2025 rund 4,4 Milliarden US-Dollar und verzeichnete damit ein Wachstum von 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig steigen die deutschen Direktinvestitionen in Kasachstan kontinuierlich an.
Bundesministerin Reiche betonte das große Potenzial für die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit und würdigte die wirtschaftliche Entwicklung Kasachstans. Die deutsche Seite zeigte Interesse an einem weiteren Ausbau der praktischen Zusammenarbeit mit Kasachstan in Bereichen von beiderseitigem Interesse.
Energiepartnerschaft und kritische Rohstoffe im Fokus
Beim Treffen mit Energieminister Yerlan Akkenzhenov standen die Energiezusammenarbeit und laufende Investitionsprojekte im Mittelpunkt. Diskutiert wurden insbesondere Fragen des Ölexports, die Modernisierung von Energieinfrastrukturen sowie der Einsatz fortschrittlicher deutscher Technologien in kasachischen Energieanlagen.
Beide Seiten hoben die Bedeutung einer langfristigen und verlässlichen Zusammenarbeit im Energiesektor hervor. Darüber hinaus wurden Perspektiven für gemeinsame Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz und zur technologischen Modernisierung erörtert.
Auch der Bereich der kritischen Rohstoffe spielte in den Gesprächen eine wichtige Rolle. Vor dem Hintergrund globaler Lieferketten und der Energiewende gewinnt Kasachstan als bedeutender Rohstofflieferant und strategischer Partner Deutschlands zunehmend an Bedeutung.
Kasachstan als Schlüsselpartner Deutschlands in Zentralasien
Der Besuch von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche unterstreicht die wachsende Bedeutung der deutsch-kasachischen Beziehungen. Mit seiner wirtschaftlichen Dynamik, seiner geostrategischen Lage und seinen umfangreichen Energie- und Rohstoffressourcen ist Kasachstan ein zentraler Partner Deutschlands und der Europäischen Union in Zentralasien.
Die Gespräche in Astana verdeutlichten den gemeinsamen Willen beider Länder, die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Energie, Industrie und Innovation weiter auszubauen und neue Wachstumschancen für Unternehmen auf beiden Seiten zu schaffen.
Die AHK Zentralasien als Partner der deutsch-kasachischen Wirtschaftskooperation
Die AHK Zentralasien unterstützt Unternehmen beider Länder beim Aufbau nachhaltiger Geschäftsbeziehungen und begleitet Kooperationen in Bereichen wie Energie, Industrie, Rohstoffe, Logistik und Fachkräfteentwicklung. Durch die Vernetzung von Wirtschaft, Politik und Institutionen trägt sie dazu bei, neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen und die deutsch-kasachische Partnerschaft langfristig zu stärken.